Armutsbekämpfung in Thüringen: Grüne fordern höhere Löhne und Kindergrundsicherung

Der heute veröffentlichte Armutsbericht des Paritätischen unterstreicht die fortbestehenden Herausforderungen in der Armutsbekämpfung im Freistaat. Ann-Sophie Bohm, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, äußert sich dazu wie folgt:

„Bis heute zeigen sich die Auswirkungen der fatalen CDU-Billiglohnpolitik, die die Thüringer*innen in die Niedriglohnsegmente drängte. Nur langsam erholt sich Thüringen davon. Der unter der Ampel-Regierung deutlich angehobene Mindestlohn hat hier bereits positive Effekte. Dennoch ist es wichtig, das Lohnniveau im Land kontinuierlich zu steigern. Das Land sollte daher staatliche Zuschüsse und Fördermittel sukzessive an Tarifverträge knüpfen. Eine höhere Tarifbindung im Land ist ein wesentlicher Faktor für faire Löhne.“

„Es bleibt ein Skandal, dass so viele Kinder in Thüringen weiterhin in Armut leben, insbesondere in einem so wohlhabenden Land. Die Auswirkungen von Armut treffen Kinder besonders hart, da sie oft von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen sind. Die geplante Einführung der Kindergrundsicherung ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Darüber hinaus benötigen wir jedoch weitere Maßnahmen zur Entlastung von Eltern im Land, wie echte Lernmittelfreiheit, kostengünstigere Schulessen und kostenfreien Nahverkehr für Kinder. Hierfür setzen wir uns ein,“ so Bohm abschließend.

Hintergrund:
Laut dem heute veröffentlichten Armutsbericht des Paritätischen  hat Thüringen noch immer eine höhere Armutsquote als der Bundesdurchschnitt und auch als einige andere Ostländer. Besonders betroffen sind Kinder und Rentner*innen, aber auch Erwerbsarmut ist ein großes Thema.

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