PISA-Schock: Thüringen muss endlich Konsequenzen ziehen – BÜNDNISGRÜNE: Mehr Ganztag, bessere individuelle Förderung und starke pädagogische Teams

Die neuen Ergebnisse der internationalen PISA-Studie sind ein Alarmsignal für die Bildungspolitik. Deutschland erreicht bei Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften die schlechtesten Ergebnisse, die jemals bei PISA gemessen wurden. Ann-Sophie Bohm, Landessprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen, fordert Bildungsminister Tischner zum Handeln auf:

„Das ist kein Weckruf mehr, das ist ein Alarmsignal. Zu viele Kinder verlassen die Schule, ohne sicher lesen, rechnen und naturwissenschaftlich denken zu können. Gleichzeitig entscheidet in Deutschland noch immer viel zu häufig das Elternhaus darüber, welche Chancen ein Kind bekommt. Das dürfen wir nicht länger hinnehmen. Wer bessere Bildung will, muss dafür sorgen, dass Lehrkräfte Zeit für Unterricht haben und Kinder die Unterstützung bekommen, die sie brauchen.“ 

Ann-Sophie Bohm stellt klar: „Eine Lehrkraft kann nicht gleichzeitig guten Unterricht machen, individuelle Förderpläne schreiben, Konflikte lösen, Eltern beraten und sich um jedes einzelne soziale Problem kümmern. Schulen brauchen deshalb starke Teams aus Lehr- und pädagogischen Fachkräften für alle Klassen. So können Kinder individuell unterstützt und Lehrkräfte entlastet werdet. Das muss gerade dort Standard werden, wo Schulen vor besonders großen sozialen Herausforderungen stehen.“

Ann-Sophie Bohm macht deutlich, dass ein wesentlicher Schlüssel gerade auch im flächendeckenden Ausbau guter Ganztagsschulen liegt: „Ganztag ist mehr als Aufbewahrung bis 16 Uhr. Gute Ganztagsschulen geben Kindern Zeit, zum Üben und Nachfragen, gezielte Förderung, aber auch für Sport, Musik, Kultur und somit zum gemeinsamen Wachsen. Genau darin liegt eine große Chance für mehr Bildungsgerechtigkeit.“ 

Abschließend appelliert Ann-Sophie Bohm: „Wir brauchen keine weitere Runde Sonntagsreden über die Bedeutung von Bildung. Wir brauchen einen Plan, wie jedes Kind in Thüringen sicher lesen, schreiben und rechnen lernt. 

Bildungsminister Tischner fordert ich auf, die ideologischen Scheuklappen in den Debatten über die besten Schulformen abzunehmen. Die Landesregierung muss stärker auf das schauen, was nachweislich funktioniert: frühe Förderung, sichere Basiskompetenzen, guter Unterricht, individuelle Unterstützung und eine enge Zusammenarbeit verschiedener pädagogischer Fachkräfte.“

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