Nach dem gewalttätigen Überfall auf eine engagierte queere Person in Mühlhausen erklärt Luis Schäfer, Landessprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:
„Ein Mensch, der sich in seiner Freizeit für eine offene und vielfältige Gesellschaft einsetzt, wird hinterhältig angegriffen und verletzt. Das ist erschütternd und muss Folgen haben. Gerade dort, wo queere Menschen und ihre Unterstützer*innen Anfeindungen erleben, braucht es Schutz und Rückhalt. Unsere Solidarität gilt der angegriffenen Person und allen, die sich in Mühlhausen und überall in unserem Land für queeres Leben einsetzen. Jetzt braucht es eine konsequente Aufklärung des Angriffs.
Luis Schäfer weiter: „Queerfeindliche Gewalt ist keine Randerscheinung, sondern Resultat eines verhetzen gesellschaftlichen Klimas von Rechts. Die Statistiken schnellen geradezu in die Höhe. Der Angriff auf den CSD in Berlin ist uns allen noch in trauriger Erinnerung. Und auch in Thüringen erleben Menschen, die sichtbar für Vielfalt eintreten, Bedrohungen und Übergriffe. Hier ist die Landesregierung gefordert zu handeln und nicht länger nur zu zuschauen. Gerade im ländlichen Raum ist das Engagement von Personen von unschätzbarem Wert, die Räume schaffen, in denen queeres Leben auch abseits großer Städte stattfinden kann. Diese Menschen brauchen konkreten Schutz und Unterstützung statt Schulterklopfen. Wer Vielfalt will, muss diejenigen stärken, die sie jeden Tag vor Ort leben.“