Die Ergebnisse des Fahrradmonitors kommentiert Landessprecherin Ann-Sophie Bohm:
„Auch in Thüringen nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad. Allerdings sind die Zahlen im Vergleich zum Bundesschnitt weiterhin unterdurchschnittlich. Denn die Meisten fahren trotz der schlechten Bedingungen Fahrrad. Viel mehr Menschen möchten gern mehr Rad fahren. Dafür braucht es jedoch bessere Bedingungen. Unsinnig ist es, den Einsatz für bessere Fahrradinfrastruktur zum Kulturkampf ums Auto zu erklären. Um es allen Menschen zu ermöglichen, mit sicherem Gefühl auf dem Rad unterwegs sein zu können, braucht es sehr viel mehr Investitionen von Land und Kommunen. Der Bau von Radwegen darf kein Anhang beim Straßenbau sein, sondern muss gezielt geplant und erledigt werden. Die Wünsche der Radfahrenden sind klar: mehr sichere Abstellmöglichkeiten an Bahnhöfen, in den Innenstädten und an Behörden, sichere Fahrradwege, mehr Wege nur für Fahrräder. Hier muss das Land jetzt liefern und auch die Kommunen unterstützen.“
„In diesem Jahr dürfte die Bereitschaft zum Radfahren aufgrund der stark gestiegenen Spritpreise noch weiter gestiegen sein. Gerade durch die Pedelecs können nun auch anstrengendere und längere Strecken im Alltag bequemer zurückgelegt werden. Hier liegen große Potenziale, um insbesondere in Verknüpfung mit Bus und Bahn funktionierende Alternativen zum Autofahren aufzubauen. Doch fast ein Viertel gibt an, dass Fahrräder für sie zu teuer sind. Jetzt ist eine gute Zeit, um mit landeseigenen sozial gestaffelten Zuschüssen beim Kauf von Pedelecs die Mobilität der Menschen zu verbessern. Schon kleinere Summen können im Alltag der Menschen viel ausmachen.“