Plan für Hitzeschutz ist wirkungslos, wenn Finanzen fehlen

Zur heutigen Berichterstattung über den überarbeiteten Hitze-Leitfaden des Landes erklärt Luis Schäfer, Landessprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Thüringen:

„Es ist richtig und überfällig, dass die Landesregierung den Kommunen aktualisierte Instrumente für den Umgang mit zunehmender Hitze an die Hand gibt. Doch Leitfäden allein schützen niemanden vor gesundheitlichen Risiken. Entscheidend ist, dass Städte und Gemeinden auch in die Lage versetzt werden, die vorgeschlagenen Maßnahmen tatsächlich umzusetzen.

Wenn Trinkwasserstellen, Verschattung im öffentlichen Raum, hitzeresiliente Stadtplanung oder Warnsysteme empfohlen werden, dann muss das Land dafür auch die notwendigen Mittel bereitstellen. Viele Kommunen stehen unter erheblichem finanziellem Druck. Ohne gezielte Förderprogramme bleiben selbst gute Konzepte wirkungslos. Der Klimapakt mit den Kommunen muss daher auf mindestens 50 Millionen Euro jährlich erhöht werden, um dem Bedarf gerecht werden zu können.“

Schäfer unterstreicht: „Die zunehmende Zahl von Hitzetagen ist keine abstrakte Zukunftsfrage mehr, sondern längst Realität – auch in Thüringen. Hier geht es nicht um Nice-to-have, sondern es sind Existenzfragen für künftige Generationen. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kinder und Beschäftigte im Freien. Deshalb brauchen wir zum einen einen Plan vor Ort, aber zum anderen ist eine solide Finanzierung durch das Land deutlich entscheidender. Hitzeschutz darf nicht vom Haushalt einzelner Städte abhängen, sondern muss flächendeckend umgesetzt wird.“

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